Leider ist mein Vater im Dezember 2016 plötzlich verstorben, weshalb ich (Philipp) in seine Fussstapfen trete, und den Ablauf mit der Zucht manage. Weiterhin habe ich noch eine Schwester Katharina, die zusammen mit meiner Mutter Larissa für das Wohl der Hunde verantwortlich ist, und die Welpen in den ersten Monaten begleitet.


Wir leben in Denklingen, Oberbayern im Landkreis Landsberg am Lech in einem ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude mit großem Garten.

Des Weiteren wohnen bei uns im Haus unsere vier „weisse Schatten“, wie die Weissen Schäferhunde auch genannt werden, zwei Aras, zwei Hasen und drei Katzen.

 

Seit vielen Jahren sind Hunde unsere Begleiter:

Der erste Hund in unserer Familie war der Zwergschnautzer meiner Oma. Er hörte (gelegentlich) auf den Namen „Dixie“ und hatte die Figur einer kleinen Mülltonne auf Zündholzfüssen. Nicht unbedingt der Hund, den mein Vater sich so vorstellte.

Jahre später brachte mein Vater seinen ersten eigenen Hund mit nach Hause. Er hiess „Bärle“ (geb. am 14.09.1988 - gest. am 28.10.2002) und war ein schwarzer Schäferhundmischling. Ein äusserst gutmütiger und anhänglicher Hund. Im Alter von 14 Jahren erkrankte er an Arthrose an den hinteren Läufen und wir mussten ihn schweren Herzens einschläfern lassen. Ein Trauertag mit vielen Tränen bei uns Allen, zumal wir unsere Haustiere als vollwertige Familenmitglieder sehen.

Nach diesem Trauerszenario wollte mein Vater erst mal keinen neuen Hund.

Dieser Entschluss hielt ungefähr vier Wochen. Meine Mutter fragte vorsichtig an, ob wir nicht wieder einen Hund anschaffen sollten. Zu Ihrer Überraschung antwortete mein Vater: „Ja, wieso nicht?“.

Sie: „Und was für einen?“

Mein Vater: „Wir hatten zuletzt einen Schwarzen, versuchen wir es doch einmal mit einem Weissen. Aber bitte keinen Schosshund, sondern einen richtigen Hund.“

 

Nun recherchierte meine Mutter im Internet, welcher Hund denn passen könnte. Es sollte eine Rasse sein, die familienbezogen und kinderlieb ist, weil ich zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwei Jahre alt war.

Nach vielen Nachforschungen und Telefonaten mit Züchtern kamen meine Eltern zu dem Entschluss:

Ein Weisser Schäferhund muss es sein. Zu dieser Zeit war die Rassebezeichnung noch „Amerikanisch-Kanadischer Weisser Schäferhund“. Mittlerweile ist die offizielle Rassebezeichnung „Berger Blanc Suisse“ oder zu Deutsch: „Schweizer Weisser Schäferhund“. Dazu aber Mehr auf der Seite „Rasse“ hier auf der Homepage.

Am 28.12.2002 (Hochzeitstag meiner Eltern) war es dann soweit. In Offenburg holten sie ihren ersten Weissen Schäferhundrüden namens „Eddy“ (geb. am 02.11.2002 – gest. am 14.02.2014).

Er lebte sich sehr schnell und gut bei uns ein. Wir alle waren total vernarrt in diesen kleinen weissen Eisbär.

Er entwickelte sich prächtig und wuchs im Lauf der Jahre zu einem stattlichen Langstockhaar-Rüden mit einem sanften und treuen Charakter heran.

Eddy wurde älter und war schon etwas über neun Jahre, als wir uns entschlossen, ihm den Lebensabend zu versüssen und ihm eine attraktive Hundedame zu holen. Auch mit dem Hintergedanken, dass Eddy irgendwann für immer von uns gehen muss, und uns dadurch der Abschied vielleicht etwas leichter fallen könnte, wenn seine Partnerin dann noch immer hier ist. Ein weiterer Gedanke war, dass wir uns eventuell im Laufe der Zeit als Züchter versuchen möchten.

Diverse Vorgespräche und Besuche bei Züchtern folgten.

Im Juni 2012 holten wir dann unsere „Cara Mia“ (geb. am 12.04.2012), eine Langstockhaarhündin, zu uns nach Hause.

Eddy und Cara verstanden sich von Anfang an bestens und waren bald ein unzertrennliches Paar.

Anfang 2014 wurde Eddy krank. Tierarztbesuche häuften sich. Die Medikamente brachten nicht den gewünschten Erfolg. Eine genaue Diagnose konnte nicht gestellt werden. Sein Zustand verschlechterte sich zusehends. Wir brachten ihn in die Tierklinik. Nach eingehenden Tests wurde eine seltene Art von Krebs festgestellt. Im Februar 2014 mussten wir dann Abschied von unserem weissen Freund nehmen.

Wieder dieses Trauerszenario.

Aber wenigstens beim Anblick von Cara konnte sich kurzzeitig ein Lächeln auf unsere Lippen zaubern und Gedanken an die schöne Zeit, die wir mit Eddy verbringen konnten.

 

Man sagt: „Jedes Ende ist zugleich ein neuer Anfang“

In Hinsicht auf eine künftige Zucht mit den Weissen Schäferhunden, war es nicht ganz einfach, einen geeigneten Rüden mit einer anderen Blutlinie als der von Cara Mia zu finden.

Doch irgendwann wurde meine Mutter fündig und so kam es, dass wir uns im Juni 2014 auf den Weg machten und unseren jetzigen Langstockhaar-Deckrüden Amor-Bavarus (geb. am 16.04.2014) bei Axel Dickhut in Offensen abholten. Axel, mit seinem Zwinger „Everlasting Shadows“, überzeugte uns von Anfang an durch seine offene und ehrliche Art. Wir haben immer noch Kontakt mit ihm.

Auch Amor lebte sich schnell ein und versteht sich gut mit Cara. Jedoch (wie auch so oft im menschlichen Leben) hat SIE in dieser Beziehung die Hosen an.

 

Das Jahr 2015 stand ganz im Zeichen unserer künftigen kleinen Hundezucht. Zum einen mussten wir uns Gedanken über einen entsprechenden Zuchtverein machen. Zum anderen natürlich vorwiegend über unsere Hunde. Wir wollten auf keinen Fall eine Gebärmaschine aus Cara machen aber gleichzeitig kontinuierlich Welpen in den nächsten Jahren haben.

Nach den Zuchtrichtlinien dürfen Hündinnen nämlich nur bis zum achten Geburtstag belegt werden.

So wuchs der Gedanke, einen weiblichen Welpen mit einer entsprechenden, nicht mit Amor überschneidenden, Blutlinie anzuschaffen.

 

Besuche bei Züchtern in Frankreich und Holland folgten.

In Holland wurden wir dann fündig. Die Züchterin hatte gerade Welpen aus zwei Würfen abzugeben. Diese Frau verdient meinen absoluten Respekt. Die Würfe waren eine Woche versetzt und die Züchterin kümmerte sich rührend und liebevoll um insgesamt 21 Welpen. Das ist wirklich ein Fulltimejob.

Im August 2015 fand dann unser letzter Ausflug nach Holland statt. Durch die Überredungskünste meiner Mutter fuhren wir jedoch nicht mit einem Welpen, sondern mit zwei Welpen nach Hause.

Seitdem leben Perla (geb. am 16.06.2015) und Alba (geb. am 20.06.2015) bei uns.

Amor war gleich begeistert von den beiden Mädchen (welcher Mann wäre das nicht wenn zwei junge Dinger einziehen). Cara sieht die zwei zuweilen jedoch als Konkurrenz. Wir hoffen, dass sich das noch legt.

 

Jetzt war es an der Zeit sich um Zuchtvereine, ärztliche Untersuchungen etc. zu informieren und zu kümmern. Zahlreiche Telefonate und Gespräche mit Vorständen von Zuchtvereinen sowie erfahrenen Züchtern fanden statt. Natürlich wurde auch unser Haustierarzt, Herr Dr. Weber, mit ins Boot genommen. Für uns war es sehr wichtig, dass im Vorfeld der gesundheitliche Zustand unserer Hunde es überhaupt erlaubt, mit der Zucht zu beginnen. Von seiner Seite aus stand dem nichts im Wege.

 

Im Herbst 2015 wurden wir dann Mitglied im WSR (Weisse Schäferhunde Rassezuchtverein Deutschland e.V.). Wir und natürlich auch unsere vier Lieblinge wurden herzlich und mit vielen Ratschlägen, insbesondere vom Vorsitzenden Achim Probst, aufgenommen.

Der nächste Schritt war nun die Zuchttauglichkeit für Amor und Cara nach den strengen Richtlinien des WSR zu erreichen.

Dazu mussten im Vorfeld umfangreiche ärztliche Untersuchungen stattfinden (Röntgen wegen HD und ED sowie diverse Laborwerte und die Hinterlegung der DNA unserer Hunde).

Zu unserer grossen Freude sind beide Hunde absolut HD und ED frei, gesund und fit.

Ende 2015 wurden dann beide Hunde dem Hauptzuchtwart des WSR vorgeführt. Sie bestanden die Zuchttauglichkeitsprüfung mit Bravour und wurden im Zuchtbuchamt eingetragen.

Des Weiteren erhielten wir den Zwingerschutz für Weisse Schäferhunde im WSR Deutschland e.V. mit der Verpflichtung, dass wir die Zuchtrichtlinien und die Satzung des WSR einhalten.

 

Die Weissen sind lernbegierig, wollen beschäftigt sein und benötigen viel Auslauf.

Deshalb betätigen wir uns sportlich mit ihnen im Gebrauchs- und Sporthundeverein Landsberg e.V. (kurz GSV).

 

Zum Schluss sei noch gesagt:

Wir haben uns entschlossen Weisse Schäferhunde zu züchten. Jedoch nicht um jeden Preis. Im Vordergrund stehen immer das Lebewesen und sein Wohlbefinden.

Wir sind eine kleine Familienzucht und unser Bestreben ist der Erhalt und die stetige Verbesserung der Zucht dieser wundervollen Rasse – nicht der Kommerz.

Alle unsere Hunde bleiben bis zu Ihrem Lebensende in unserem Haus. Auch wenn sie nicht, oder nicht mehr für die Zucht eingesetzt werden können.

Ein Hund ist immer für seinen Menschen da – umgekehrt halten wir es genauso.

 

Unseren Welpenkäufern möchten wir, auch nach dem Kauf, Ansprechpartner rund um den weissen Schäferhund bleiben. Sie können uns bei Fragen oder Problemen jederzeit kontaktieren.

 

Zwingerschutz: